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Die Laurentius-Kirche

Die katholische Laurentius-Kirche wurde vor dem Jahr 1290 gebaut. Aus dem Jahr 1290 stammt nämlich die erste Erwähnung eines Pfarrers in Strzelce namens Mikołaj, der zugleich als Notar bei Herzog Bolesław I. von Opole diente. Die Kirche und der Pfarrer waren dem Oppelner Erzdiakonat unterstellt. Die Kirche befand sich innerhalb der Stadtmauer. In der ersten Hälfte des 15. Jh. wurden in dieser Kirche Altäre gestiftet und es gibt die ersten Altaristen. Zu diesem Zeitpunkt amtierten in der Kirche ein Pfarrer und ein Vikar.

Obwohl die Pfarrei ihren eigenen Acker hatte, stellte der Pfarrer keinen Verwalter an. Im Jahr 1697 erhielt die Kirche einen neuen Hauptaltar. Die Schnitzarbeiten führte Tischler Walek von Tworoga aus. Als Ernest Joachim von Strachwitz zum Pfarrer wurde, wurde die Renovierung der Pfarrkirche durchgeführt (1731-32), 1736 wurde eine neue Orgel gekauft und das Pfarrhaus ausgebaut. Im November 1754, während eines Brandes des Stadtzentrums, wurde die Pfarrkirche teilweise beschädigt. Pfarrer Franciszek Jerzy von Strachwitz restaurierte sie wieder vollständig.

Im 17. und 18. Jh. wurde in der Pfarrkirche auf polnisch gepredigt. Erst auf den Befehl König Friedrichs II. ordnete Pfarrer Adam Józef von Larisch an (am 9. März 1764), daß eine Messe während der großen Kirchenfeste auf deutsch gelesen werden sollte. Mit der Zeit wurde auch, auf Anregung Pfarrer Larischs, die Messe mit der Predigt in deutscher Sprache an gewöhnlichen Sonntagen eingeführt. Pfarrer Larisch konnte viele Verdienste für die Kirche in Strzelce und für die Einkünfte der Pfarrei verbuchen, u.a. durch das Anlegen eines Stiftungsbuches. Es war nach 7 Jahren mühsamer Arbeit ausgehend von Notizen der Vorgänger Larischs und zahlreicher Aussagen der Geimeindemitglieder fertig. Das Urbar enthielt Besitzansprüche und Informationen über die Schulden gegenüber der Kirche.

Am Ende des 18. Jh. fanden keine Bestattungen ausgezeichneter Bürger der Stadt (Adelige, Geistliche, Patrizier) in Kirchengrüften mehr statt. 1824 erneuerte Johann von Larisch das Turmdach der Laurentius-Pfarrkirche.

In der Mitte des 19. Jh. wohnten in Strzelce 6 000 Katholiken. Im Juni 1856, als Priester Augustyn Bertzik zum Pfarrer wurde, wurde die Maiandacht eingeführt. Im Jahre 1863 leisten außer dem Pfarrer zwei Priester geistliche Dienste.

Die größten Verdienste für die Pfarrgemeinde Strzelce hatte Pfarrer Maksymilian Ganczarski. Am Anfang des 20. Jh. stellten sich die Katholiken aus Strzelce die große Aufgabe, eine neue Pfarrkirche zu bauen. Die Bauleitung wurde Georg Güldenpfennig und die Bauüberwachung dem Bauinspektor Weihe anvertraut. Die Tiefbauarbeiten und die Maurerarbeiten übernahm Baumeister Śliwka aus Zabrze.

Die alte Laurentius-Kirche war ein bescheidener Barockbau mit drei Längsschiffen. Am 19. April 1904 begannen die ersten Bauarbeiten an der neuen Kirche. Im Herbst 1905 war der Rohbau bereits fertig. Am 14. September diesen Jahres wurde die Laterne und das Kreuz befestigt und am 25. September weihte Pfarrer Maksymilian Ganczarski das Kreuz ein.

In der Turmlaterne wurde eine Kupferbüchse untergebracht, in der sich u.a. Dokumente über den Bau der Kirche und des Pfarrhauses befanden. Ein festlicher Tag für die Pfarrgemeinde Strzelce war der 3. Juni 1907, an dem Kardinal J. Kopp die neue Kirche einweihte.

Die Kirche wurde im neugotischen Stil erbaut. Der Hauptaltar wurde im Barockstil von Johann König aus Breslau im Jahr 1712 gefertigt. Im Altar befinden sich Figuren der Heiligen St. Georg, Florian, Erzengel Michael und Figuren zweier unbekannter Frauen. In der Mitte des Altars befindet sich das Bild der Schneegottesmutter mit dem Kind in einem Schmuckrahmen.

Außerdem gibt es in der Laurentius-Kirche Seitenaltäre, auch im Barockstil. Im linken Altar gibt es Skulpturen vom hl. Laurentius und von einem unbekannten Heiligen und an der Spitze die Figur von Christus Salvator.

Der rechte Altar mit 4 Säulen hat 2 Engelsfiguren und an der Spitze die Figur des segnenden Christus. In diesem Altar befindet sich auch das Bild vom hl. Antonius mit dem Kind (17. Jh.), das auf ein Holzbrett gemalt wurde; im linken Altar - das Bild von Erzengel Michael (18. Jh.).

Die Kanzel im Spätbarockstil stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jh. Sie befindet sich im linken Teil der Kirche neben dem linken Seitenaltar. 1907, als die neue Kirche eingeweiht wurde, wurde die Kanzel renoviert und teilweise umgebaut. Der Baldachin hat die Form einer Laterne mit der Figur Mariä Himmelfahrt in der Begleitung der vier Evangelisten.

Während des Ersten Weltkrieges, im Jahr 1915, beschlagnahmte das deutsche Militär 4 Glocken. Sie wurden auf den Türmen zerschlagen. Dasselbe Schicksal erfuhren die Orgelpfeifen aus Metall. Am 3. Dezember 1922 wurden neue Glocken, hergestellt von der Fa. Geitner aus Breslau, auf den Kirchturm hinaufgezogen. Am 6. und 7. Dezember 1922 weihte Pfarrer Maksymilian Ganczarski die Glocken ein und taufte sie auf die Namen Jan, Maria und Barbara.

Im März 1926 wurde Priester Karol Lange zum Pfarrer. Auf seine Anregung hin entstanden in der Kirche neue Seitenaltäre. Die Orgel wurde um neue Pfeifen ergänzt. Während des Zweiten Weltkrieges überwachte der Pfarrer die Renovierung des Innenraumes der Kirche.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, als Priester Faustyn Zbaniuszek zum Pfarrer wurde, wurde im Oktober 1946, während der Pilgerfahrt nach Częstochowa (Tschenstochau) eine Kopie des Bildes der Schwarzen Madonna gekauft und als ein Votum im Seitenaltar neben der Kanzel untergebracht.

Die neue Laurentius-Kirche ist aus verputzten Ziegelsteinen. Sie ist 58 m lang, das Mittelschiff ist 12,8 m breit und 14 m hoch. Das Gewölbe hat die Form der böhmischen Kappe und bildet an der Kreuzung eine effektvolle Kuppel. Der mit einer Barockhaube gekrönte Turm ist 62 m hoch. Im Innenraum der Kirche gibt es Seitentreppen, die zur Orgel führen. Neben dem Chor befindet sich ein zweistöckiger Anbau. Über dem Hauptportal befinden sich Reliquien des guten Hirten aus Stuck; auf den Seiten befinden sich Apostelfiguren. Oben sind 7 große Deckengemälde zu sehen, deren Motive der frühere Pfarrer Maksymilian Ganczarski auswählte. Sie stellen Mariä Verkündigung, Christi Geburt, Christus im Tempel, Heilung der Kranken, Christus mit Kindern, das letzte Abendmahl (im Chor) und Christi Himmelfahrt (an der Kreuzung der Schiffe) dar. Der Künstler Klink aus Babice bei Głubczyce (Leobschütz) malte diese Gemälde im Barockstil. In den Kirchenfenstern des Chors sind Gestalten des hl. Nepomuk und des hl. St. Georg zu sehen. In den Fenstern des Querschiffes befinden sich die Gestalten der Jungfrau Mariä und der hl. Klara. Die wertvollsten Gegenstände wurde aus der alten Kirche übernommen. Die Kanzel wurde vom Kunstschreiner Janotta und Kunstmaler Kurda renoviert.

Im schmäleren, oberen Stockwerk des Altars befindet sich das Bild des jüngeren Schutzheiligen der Kirche des hl. Laurentius. In den oberen Stockwerken der Seitenaltäre befinden sich jeweils ein Bild Gottvaters und eines Schutzengels, die von der Nonne Amabilis Güldenpfennig aus Aachen gemalt wurden. Im Ostflügel des Querschiffes befinden sich der Herz-Jesu-Altar und der Rosenkranzaltar. Die oberen Stockwerke der Altäre sind mit den Bildern des hl. Boromeus und des hl. Josef geschmückt. Die Orgel wurde von der Fa. Schlag und Söhne hergestellt und die Kreuzwegstationen wurden von Paul Thamm aus Bad Landeck geschnitzt.

Die obengenannten Einrichtungen der Kirche harmonieren mit dem übrigen Ausschmuck der Kirche. Eine Erinnerung an die Barbara-Kapelle in der alten Kirche (heute Hedwigskapelle) ist der Hedwigsaltar.

Die Gestalt der Kirche sieht imposant aus. Der schlanke Turm gehört gemeinsam mit dem Rathausturm und dem Schloßturm zu den Wahrzeichen des Stadtzentrums.

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